Vom Regierungsrat zum Radsport: ein abwechslungsreiches Beobachtungsjahr
Ein Gremium, das Programmschaffenden Rückmeldung auf Gehörtes oder Gesehenes geben soll, steht immer wieder vor der gleichen Frage: Wie können zwölf Personen eine einigermassen repräsentative Beurteilung von Sendungen liefern, die sich an über eine Million Menschen im Sendegebiet richten? Die Antwort ist einfach: Indem sie sich bewusst ist, dass sie dies nie und nimmer erreichen kann, sich aber stets bemüht, viele Perspektiven einzubeziehen. Das Geheimnis hierfür liegt in einer guten Durchmischung der Kommission. Und im offenen Dialog.
Die Kommission konnte das Beobachtungsjahr 2025 mit einigen neuen Mitgliedern in Angriff nehmen, die genau dies gewährleisten: In der bescheidenen Kapazität von zwölf Personen den Sendungsverantwortlichen eine einigermassen schlüssige oder zumindest möglichst viele Perspektiven berücksichtigende Rückmeldung geben. Mit Renate Ammon (Hallwil), Franziska Steiner (Wangen b. Olten), Emrecan Deger (Biberist), Cédric Meyer (Rheinfelden) und Patrick Zehnder (Birmenstorf) als neuen Kommissionsmitgliedern verfügt das Gremium über eine noch diversifiziertere Sicht auf die journalistische Leistung von SRF, als bisher bereits der Fall war. Dass zwei Mitglieder früher selbst einmal für SRF beziehungsweise im Publikumsrat der SRG D tätig waren, garantiert Kenntnisse bestimmter Aspekte, die das Gesamturteil der Kommission bereichern und differenzierte Diskussionen mit den Programmverantwortlichen gewährleisten. So ist es der Kommission auch möglich, neue Wege einzuschlagen und zum Beispiel längere Beobachtungsperioden anzusetzen oder Sendungen zu beurteilen, die – auch wenn sie einen Bezug zum Sendegebiet Aargau/Solothurn haben – über den regionalen Rahmen hinausgehen. Das macht nicht nur in der Arbeit Spass, sondern hilft (hoffentlich) auch den Verantwortlichen bei SRF, mit unserem Feedback noch bessere, zielgruppenadäquate Beiträge und Sendungen zu produzieren.
Neben den erwähnten Neuzugängen musste die Kommission auch eine Demission hinnehmen: Elena Möri hat sich aus beruflichen und privaten Gründen aus der Kommission Programmbeobachtung zurückziehen müssen. An dieser Stelle sei ihr für ihr Mitwirken und – getreu der obigen Ausführung – das Einbringen neuer Perspektiven herzlich gedankt. Ein grosser Dank geht natürlich auch an die aktuellen Mitglieder der Kommission Programmbeobachtung. Dass sie sich in ihrer Freizeit in so grossem Umfang für die SRG engagieren und mit ihrer Tätigkeit einen Beitrag zur Qualitätssicherung der Arbeit von SRF leisten, ist nicht selbstverständlich. Und last, but not least sei den Programmschaffenden von SRF gedankt: Der offene, konstruktive und im Sinn der Sache ausgerichtete Dialog, den wir mit ihnen pflegen dürfen, ist Grundvoraussetzung und Antrieb, dass wir unsere Arbeit gerne machen.
Programmbeobachtungen 2025
| Januar | «Regi live» – Feedback direkt nach der Sendung |
| März | |
| Juni | |
| August | |
| Oktober | Das neue Modell der multimedialen Regionalredaktion |
| Dezember | Durchwegs positives Urteil über die Gerichtsberichterstattung |
Die Zusammensetzung der Kommission Programmbeobachtung gibt es auf der Website nachzulesen.