Haben Sie gewusst, dass...

...das Regionaljournal Aargau Solothurn täglich rund 50 Minuten über regionale Themen berichtet?

Zum ersten Mal auf Sendung war das Regionaljournal Aargau Solothurn am 2. Januar 1984. Schon damals hatte das «Regi» ein kleines Aussenbüro in Aarau und eines in Solothurn. Heute berichtet das Regionaljournal Aargau Solothurn unter der Woche täglich ca. 50 Minuten. Die Sendungen am Samstag wurden letztes Jahr gestrichen, jene vom Sonntag verkürzt. Das ist die Folge aktuell laufender Sparrunden bei der SRG – einerseits auf Grund der vom Bundesrat beschlossenen Gebührensenkung von CHF 335.- auf CHF 300.- und andererseits auf Grund der deutlichen Reduktion des Teuerungsausgleichs auf die Medienabgabe durch den Bund, weiterhin rückläufige kommerzielle Einnahmen sowie des steigenden Preisniveaus.

Die Redaktion steht angesichts der kurzen Sendezeit (die übrigens von gesetzes wegen bzw. in der entsprechenden Verordnung zeitlich begrenzt wurde) stetig im Dilemma: Zu viele Themen, zu wenig Sendezeit. Ziel des Regionaljournal ist es, Inhalte aus der Region für die Region zu produzieren. Klar, das Regionaljournal ist eine klassische Informations-Sendung und produziert Inhalte zu kommenden kantonalen und kommunalen Abstimmungen und Wahlen, sowie gesellschaftspolitischen Diskursen in den beiden Kantonen. Aber es gibt auch Platz für Kultur- oder Sportthemen. Früher war das oft am Wochenende der Fall, da aber weniger Sendezeit zur Verfügung steht, ist die Auswahl der Themen noch schwieriger. Die Redaktion macht aber noch mehr: Sie hat auch die Aufgabe, regionale Inhalte für nationale Formate oder für Website und News-App zu produzieren. So zum Beispiel für Schweiz Aktuell, Echo der Zeit oder Regional Diagonal. Und die Redaktion produziert Inhalte für die Online-Angebote der SRG SSR.

Die Journalistinnen und Journalisten der Redaktion wohnen in der Region, sind vernetzt, kennen die Menschen, die hier wohnen. Diese regionale Verankerung und auch das «Gespür» dafür, was Menschen beschäftigt, sind essentiell. Trotz der Nähe gelten natürlich die redaktionellen Leitlinien von SRF: Die Beiträge müssen sachlich-neutral sein und bei politischen Vorlagen Pro und Contra gleich abgedeckt werden.

Wir haben es in diesem Newsletter schon einmal betont, aber ich möchte das gerne noch einmal hervorheben. Susanne Wille hat in der Samstagsrundschau vom 11. Oktober 2025 betont, dass eine Annahme der Initiative ihrer Einschätzung nach «das Ende der regional verankerten SRG mit ihren Standorten» bedeuten würde. In Zeiten in denen andere Medienhäuser regionale Standorte streichen bleibt fraglich: Wer informiert künftig Bürgerinnen und Bürger über aktuelle politische Geschehnisse? In einer Demokratie ist es essentiell, dass Stimmbürgerinnen und Stimmbürger informiert sind und sich auf sachlicher Ebene über Vorlagen informieren können. Es liegt auch im Interesse von Politik und Wirtschaft, dass es Ressoucen für regionalen Journalismus gibt, denn uniformierte Bürgerinnen und Bürger werden nicht an Wahlen und Abstimmungen teilnehmen.

Und in diesem Sinne möchten wir an dieser Stelle auch bitten: Gehen Sie an die Urne. Egal wie Sie zur Halbierungsinitiative stehen. Die direkte Demokratie ist ein Privileg, nutzen Sie dieses.

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