Haben Sie gewusst, dass...

...die SRG die Hälfte aller Ausgaben in die Information investiert?

Formate wie das «Echo der Zeit», «Tagesschau», «Schweiz aktuell», oder das «Regionaljournal Aargau Solothurn», informieren sachlich über Geschehnisse im In- und Ausland. Rund die Hälfte der Ausgaben der SRG SSR entfällt auf den Bereich Information. Entsprechend macht Information über alle Kanäle hinweg 39 % der gesamten Sendezeit aus – ein beachtlicher und auch wichtiger Anteil in einer direkten Demokratie.

Mit ihrem dichten Netz an Korrespondent:innen ist die SRG SSR im In- wie im Ausland gut verankert und jederzeit schnell vor Ort. Diese Nähe zum Geschehen ist insbesondere für Informationssendungen von zentraler Bedeutung. Es stellt sich die Frage: Wird eine gute, sachliche und regional verankerte Informationsberichterstattung mit einer möglichen Gebührensenkung auf CHF 200 noch möglich sein? Die Hälfte des Budgets der SRG SSR würde bei einer Annahme der Initiative gestrichen, bei einem Unternehmen, das wiederum die Hälfte der zur Verfügung stehenden Gelder in den Bereich der Information investiert. Halbes Budget bei gleichbleibender Qualität, Tiefe und regionaler Abdeckung der Informationsberichterstattung – das ist unvorstellbar. Bereits jetzt zeigen sich die aktuellen Sparmassnahmen in den Regionalredaktionen deutlich: Die Regionaljournale am Samstag wurden gestrichen, jene am Sonntag verkürzt (vgl. Blogbeitrag von Redaktionsleiter Marco Jaggi). Welche Folgen weitere Einschnitte hätten, machte Susanne Wille in der Samstagsrundschau vom 11. Oktober 2025 klar. Eine Annahme der Initiative würde ihrer Einschätzung nach «das Ende der regional verankerten SRG mit ihren Standorten» bedeuten.

Immer wieder hören wir Aussagen, dass viele Menschen diese Informationssendungen gar nicht brauchen. Die neusten Zahlen zeigen anderes: Über das gesamte Jahr 2025 sahen im Schnitt 577’000 Personen pro Tag die Hauptausgabe der «Tagesschau». Der Marktanteil von 53,0 Prozent entspricht dem höchsten Wert ausserhalb der Pandemiejahre (2020 und 2021), als das Informationsbedürfnis der Bevölkerung überdurchschnittlich hoch war. Bei Grossereignissen, (z.B. dem Bergsturz in Blatten 2025), verfolgen noch mehr Menschen die Informationssendungen als üblich. In Krisenzeiten und bei ausserordentlichen Ereignissen sind die Formate der SRG SSR für viele Menschen in diesem Land die erste Anlaufstelle oder zumindest eine verlässliche Quelle für mehr Hintergrundinformationen.

Information soll und muss uns etwas wert sein, gerade auch, wenn wir ein Interesse an einer intakten Demokratie haben. Die vierte Gewalt gilt es zu unterstützen und zu stärken – deshalb ist es wichtig, dass so viel Geld und Sendezeit in die Information fliesst.

Text: Marina Della Torre, Co-Präsidentin SRG Aargau Solothurn

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