Und der Vorstand erneuert sich wieder…
Die 46. Generalversammlung der SRG Aargau Solothurn (SRG AG SO) fand am 11. Mai im Alten Spital in Solothurn statt. Vor gut gefülltem Saal wurden Vorstandsleute willkommen geheissen und verabschiedet. Und zum ersten Mal seit langem wurde über den Antrag eines Mitglieds befunden.
Die Versammlung eröffneten Marina Della Torre und Fabian Gressly, Co-Präsident:innen der SRG Aargau Solothurn (SRG AG SO). Della Torre begann direkt mit einem ersten Dankeschön, das sie an alle Anwesenden für ihren Einsatz im Abstimmungskampf um die Halbierungsinitiative richtete. Speziell verdankt wurden dabei Arbeit Aargau und Peter Moor (ehemaliger Präsident der SRG AG SO) für ihren Einsatz zur Bildung von Nein-Komitees in den beiden Kantonen Aargau und Solothurn.
Das offizielle Grusswort sprach Pascal Walter, Vize-Stadtpräsident von Solothurn. Dabei zog er amüsante Parallelen zwischen der SRG und dem Alten Spital Solothurn: Zwei Institutionen, die für alle da sind und wichtige Aufgaben erfüllen, an deren Kosten sich aber bei weitem nicht alle gerne beteiligen.
Anschliessend folgte ein kurzer statutarischer Teil mit einem Jahresrückblick durch die Vorstandsmitglieder und der Präsentation der Jahresrechnung. Diese weist Folge des Engagements gegen die Halbierungsinitiative der Trägerschaft hohe Ausgaben aus, die zu einem Defizit von gut CHF 30’000 führten, wie der abtretende Ressortverantwortliche Werner Beck erläuterte. Dank Rücklagen aus Mitgliederbeiträgen kann dieser einmalige Mehraufwand gut verkraftet werden.
Vier neue Mitglieder für den Vorstand
Mit Erhan Babac, 1991, Suhr, Ursina Mühlethaler, 1998, Suhr, Roshani Sivaratnam, 1996, Aarau und Kathrin Sterchi, 1969, Aarau, konnten gleich vier neue Vorstandsmitglieder gewählt und willkommen geheissen werden. Gressly und Della Torre drückten ihre Freude darüber aus, dass sich damit der Vorstand erneut verjüngt und diversifiziert.
Ein Novum: Ein Antrag in drei Teilen
Zum ersten Mal seit sehr langer Zeit, wenn nicht überhaupt, mussten die Mitglieder über einen dreiteiligen Antrag eines Mitglieds befinden. Der Antrag forderte die Prüfung einer Umwandlung der SRG AG SO in eine Genossenschaft,, dass die Anlässe aller Mitgliedgesellschaften für alle SRG-Mitglieder offenstehen, und drittens die Prüfung eines Zusammenschlusses der SRG AG SO mit der SRG Region Basel . Absicht der Anträge war eine Senkung der Ausgaben und Nutzung von mehr Synergien. Alle drei Teilanträge wurden von der Versammlung abgelehnt. Die Idee, Anlässe in der SRG möglichst offen auszurichten, fand aber durchaus Sympathisant:innen.
Kultur und weiterer Dank
Die lokal beheimatete Band Supersiech lockert nach den statutarischen Traktanden das Programm mit ein paar Liedern auf, die sogar das Publikum animierten, mitzusingen.
Marco Jaggi, Leiter Regionalredaktion AG / SO SRF, sprach danach vom Wandel. Dass dieser keine Erscheinung neuerer Zeit sei, zeigte er bildreich an der Lebensgeschichte des Solothurner Schriftstellers Josef Reinhart, der die Elektrifizierung, den Ausbau des Bahnschienennetzes und die Anfänge des Radios miterlebte. Aber noch viel früher wusste bereits Heraklit, dass nichts so beständig sei, wie der Wandel. «Und der Wandel hat auch viel Positives», so Jaggi.
Einen weiteren Dank für das Engagement im Abstimmungskampf um die Halbierungsinitiative sprach Susanne Wille den Anwesenden aus. Aber: «Die Herausforderungen bleiben, die Verhandlungen rund um die Erneuerung der Konzession haben bereits am Tag nach der Abstimmung begonnen, die Gespräche starten im Juni», so Wille.
Das stehende Traktandum: die Abschiede
Wie mittlerweile jedes Jahr, werden auch in diesem Gremienmitglieder verabschiedet. Irina Bannwart tritt nach 2 Jahren, Werner Beck nach 8 Jahren und Nadia Pfendsack nach 3 Jahren aus dem Vorstand und Hans Nöthiger nach 7 Jahren aus der Kommission für Programmbeobachtung aus.
Bildlegende:
Der Vorstand der SRG AG SO, von links: Markus Schenk, Leo Gantenbein, Fabian Gressly, Martina Burkard, Roshani Sivaratnam, Meret Jäggi, Marina Della Torre, Erhan Babac, Ursina Mühlethaler und Kathrin Sterchi.
Bild:
Simon von Gunten