Haben Sie gewusst, dass...
... dass 25 Prozent der Sendezeit Berichte über jeweils andere Sprachregionen enthalten? In Berichterstattungen aus der Schweiz werden etwa in jedem vierten Beitrag Orte aus den jeweils anderen Sprachregionen thematisiert.
Die SRG SSR baut mit dem medialen Angebot Brücken zwischen den Regionen. Die SRG SSR ist das einzige viersprachige Medienhaus in der Schweiz. Das ist wichtig, denn mit Beiträgen aus anderen Sprachregionen wird Verständnis geschaffen. Die SRG hat dafür ein Netzwerk von 48 Inlandredaktorinnen und Inlandredaktoren zur Verfügung.
Damit alle Sprachregionen über genügend Mittel verfügen, um ein Medienangebot anzubieten, gibt es den sogenannten Helvetiaschlüssel. Er besagt, wie viel der Mediengebühr in welchen Landesteil fliessen. So werden 73 Prozent der Medienabgaben in der Deutschschweiz eingenommen, aber nur 43 Prozent werden hier ausgegeben – die restlichen Gebührengelder werden verteilt. Die französische Schweiz erhält 33 Prozent, die italienische Schweiz 22 Prozent und die rätoromanische Schweiz 2 Prozent der Einnahmen. Das ist Solidarität oder wie bei anderen Systemen in der Schweiz: ein Finanzausgleich.
In einer direkten Demokratie ist es wichtig, auch zu erfahren was in der Westschweiz gerade aktuell ist oder eine Perspektive des Tessins zu kennen.
Dass dieser Finanzausgleich wichtig ist, zeigt sich auch an den Zahlen von Nutzerinnen und Nutzern der SRG Angebote. 83% der Schweizer Bevölkerung nutzt die SRG-Angebote mindestens einmal pro Woche. Täglich sind das zum Beispiel 3 Millionen Menschen, die ein TV- oder Radioprogramm der SRG nutzen. Und ja, auch junge Menschen nutzen die SRG Angebote: Mehr als jeder zweite junge Mensch in der Schweiz zwischen 15-34 Jahren nutzt die SRG-Angebote. Deshalb ist es auch wichtig, dass die SRG mit ihren Angeboten Kanäle wie Youtube, TikTok und Instagram bewirtschaftet. Der Auftrag, alle Menschen in diesem Land zu erreichen ist nur möglich, wenn die SRG Angebote auf Kanälen ausspielt, die von der Bevölkerung genutzt werden.
Deshalb verfügt SRF aber auch über Angebote für noch Kleinere: SRF School bietet Inhalte für den Unterricht an. Ab Primarstufe gibt es Hintergrundinformationen und Wissensformate zu unterschiedlichsten Themen. Mit den Kids News Können sich Eltern und Erziehungsberechtigte darauf verlassen, dass die gezeigten Inhalte nach den Qualitätskriterien von SRF recherchiert und produziert wurden. Immer wieder hören wir denn auch, dass Inhalte für Kinder nicht nur bei Kindern Anklang finden: Menschen mit Demenz oder Beeinträchtigung profitieren auch davon, denn die Inhalte sind verständlich und in einfacher Sprache aufbereitet. Und auch eine in meiner Kindheit sehr prominente Figur, gäbe es ohne SRF nicht: Pingu wurde nämlich für SRF entwickelt und auch dort als erstes ausgestrahlt.
Dieser Zusammenhalt über Sprachregionen und auch Generationen hinweg macht die SRG SSR zu etwas einzigartigem auf dieser doch so chaotischen Welt. Während dem reichsten Mann der Welt X gehört, dem zweitreichsten Meta Facebook, Instagram und Whatsapp und der drittreichste Mann der Welt gerade die Bedeutung der Washington Post beschneidet, diskutiert die Schweiz darüber, ob das Medienhaus, das uns allen gehört, halbiert und weniger relevant gemacht werden soll.
Für die SRG gilt, was für unsere Willensnation gilt; einfach im Hinblick auf den medialen Service public. Tragen wir diesem System Sorge, damit das Verständnis für die romanische Schweiz vorhanden bleibt, damit Kinder die Welt etwas besser verstehen können und damit wir weiterhin verbindende Persönlichkeiten (oder fiktive Charakteren) aus der Schweiz und für die Schweiz haben.