Haben Sie gewusst, dass...
...dass in SRG-Radioprogrammen im Durchschnitt 38% Schweizer Musik gespielt wird? Bei einzelnen Radiosendern sind es sogar über 50 Prozent. Das sind bei SRF 5’040 Stunden im Radio und 451 Stunden im TV und über die ganze Schweiz hinweg gesehen 42’830 Stunden Sendezeit im Radio und 587 Stunden im TV. (Zahlen von 2024)
Musik vereint uns als Gesellschaft und fördert die Kultur in der Schweiz. Die SRG SSR ist eine grosse Unterstützerin von Schweizer Musikschaffen. Viele Schweizer Künstlerinnen und Bands profitieren von Formaten wie SRF 3 Best Talent oder den nationalen Musikportalen mx3.ch, volksmusik.mx3.ch und neo.mx3.ch.
Bands wie zum Beispiel die Aargauer:innen Soft Loft waren im Sommer 2023 SRF 3 Best Talent. Die Jazz-Sängerinnen Salome Moana (Solothurn) und Eilan Zeitel (Olten) wurden zum Interview bei SRF Kultur geladen, nachdem sie ihre ersten CDs veröffentlicht hatten. Solche Formate ermöglichen es, jungen, aufstrebenden Künstlerinnen und Künstlern bekannt(er) zu werden – Soft Loft hatte im Herbst 2025 z.B. eine grosse Tour in ganz Europa. SRF fördert durch solche Sondersendungen und Formate neue Talente.
Etwas mehr als 600 Audioaufnahmen von Konzerten und Showcases entstehen jedes Jahr dank der Zusammenarbeit der SRG mit Schweizer Musiker:innen und Festivals. Auch das Heitere Openair in Zofingen hat seit Jahren eine Partnerschaft mit der SRG SSR, wird von Radio SRF 3 und Virus nach Möglichkeit übertragen und/oder journalistisch mit Interviews und sonstigen Beiträgen begleitet.
Eine Vielzahl von Dokumentarfilmen zur Musik wie beispielsweise «Kosmos Büne Huber – Ein Leben voller Bilder, Songs und Menschen», «Genderbüebu – Die Rockstars der Volksmusik» oder «Crème solaire: Wütender Techno-Punk als Rebellion» resultierte bereits aus Partnerschaften oder Produktionen der SRG. Damit werden Geschichten von Musikschaffenden vermittelt und für ein breites Publikum zugänglich gemacht.
SRF bietet aber auch für die Schweizer Volksmusik eine grosse und wichtige Bühne. Mit Sendungen wie «Potzmusig» sowie der Plattform Radio SRF Musikwelle fördert und erhält sie eine bedeutende Schweizer Tradition.
Im Artikel 7 der aktuellen Konzession heisst es: «Die SRG trägt mit ihrem Angebot zur kulturellen Entfaltung und zur Stärkung der kulturellen Werte des Landes bei.» Mit gesamthaft 14% Programmanteil machen Kultur und Bildung (nach Aktualität & Information und Filme & Serien) den drittgrössten Teil der Sendezeit bei der SRG SSR aus. Und etwas weiter gefasst könnte Filme & Serien durchaus auch der Kultur angerechnet werden.
Kultur und v.a. Musikkultur ist wichtig, ermöglicht gesellschaftliche Diskurse, aber auch Zusammenhalt. Es ist relevant, dass unterschiedlichste Facetten von Punk, über Klassik zu Rap oder Jodeln in öffentlich finanzierten Medien Platz haben. Das ist Service public: Für alle Geschmäcker und Altersgruppen braucht es ein Angebot. Mit der Hälfte des Budgets würde Sichtbarkeit für aufstrebende Schweizer Musikschaffende diverser Genres, für die Schweizer Blasmusik und für die Volksmusik fehlen. Es gäbe mehr Ed Sheeran und weniger EDB, mehr Helene Fischer und weniger Nadja Räss und schon gar keine Potzmusig Übertragung aus einer Beiz in Erlinsbach (AG) mit den Ländler-Wurlitzer aus Seon.